Zwei Stürze. Zwei völlig verschiedene Ausgänge.
Ich nicht. Marcel Neyka, Initiator
Ich fahre seit Jahren viel Rad – beim Pendeln und sportlich auf Gravelbike und Mountainbike, meist allein, manchmal mit meinem Sohn. In meiner Welt trägt fast jeder einen Helm. Ich dachte, das wäre normal.
Dann saß ich im Urlaub an der Ostsee. Überall Radfahrende – viele ältere, viele auf unbekannten Wegen, viele auf schweren E-Bikes. Zwei von drei ohne Helm. Mir wurde klar: Ich hatte in einer Blase gelebt.
Eine mir sehr nahestehende Person ist vor fünf Jahren mit etwa 15 km/h gestürzt – ein ganz normaler Sturz. Ohne Helm. Jochbeinbruch, Hirneinblutung, Pflegefall. Zwei Jahre später ist sie gestorben.
Ich selbst bin bei einer Ausfahrt mit Freunden gestürzt – eine Kurve zu spät gesehen, ab in die Böschung, voll auf den Kopf. Ich bin aufgestanden, habe den Lenker gerichtet und konnte weiterfahren. Den Helm musste ich wechseln. Sonst ist mir bis auf ein paar Schrammen nichts passiert.

