Eine private Initiative für Eigenverantwortung

Deine Freiheit.
Deine Verantwortung.

Der Helm ist freiwillig. Die Folgen sind real.

Wer ohne Helm Rad fährt, soll das dürfen. Aber wer dabei Kopfverletzungen erleidet, die ein Helm nachweislich abgemildert hätte, sollte nicht allein die Solidargemeinschaft dafür zahlen lassen. Keine Helmpflicht. Kein Bußgeld. Eine ehrliche Frage.

97.100 Fahrradunfälle mit Personenschaden, Deutschland 2024 Destatis 2024 →
42,6% der Radfahrenden trugen 2024 überhaupt einen Helm BASt 2024 →
195 (2024) tödlich verunglückte Pedelec-Nutzende, gegenüber 36 im Jahr 2014 – bei zugleich stark wachsender Nutzung Destatis →
bis −60% geringeres Risiko schwerer Kopfverletzungen mit Helm (Meta-Analyse) Høye 2018 →
Warum ich das mache

Zwei Stürze. Zwei völlig verschiedene Ausgänge.

Der Helm war zerstört.
Ich nicht. Marcel Neyka, Initiator

Ich fahre seit Jahren viel Rad – beim Pendeln und sportlich auf Gravelbike und Mountainbike, meist allein, manchmal mit meinem Sohn. In meiner Welt trägt fast jeder einen Helm. Ich dachte, das wäre normal.

Dann saß ich im Urlaub an der Ostsee. Überall Radfahrende – viele ältere, viele auf unbekannten Wegen, viele auf schweren E-Bikes. Zwei von drei ohne Helm. Mir wurde klar: Ich hatte in einer Blase gelebt.

Eine mir sehr nahestehende Person ist vor fünf Jahren mit etwa 15 km/h gestürzt – ein ganz normaler Sturz. Ohne Helm. Jochbeinbruch, Hirneinblutung, Pflegefall. Zwei Jahre später ist sie gestorben.

Ich selbst bin bei einer Ausfahrt mit Freunden gestürzt – eine Kurve zu spät gesehen, ab in die Böschung, voll auf den Kopf. Ich bin aufgestanden, habe den Lenker gerichtet und konnte weiterfahren. Den Helm musste ich wechseln. Sonst ist mir bis auf ein paar Schrammen nichts passiert.

Meine Position

Keine Pflicht. Kein Verbot. Eine faire Rechnung.

Eine Helmpflicht kann Menschen vom Radfahren abhalten – und das würde der Gesundheit der Gesellschaft mehr schaden, als es Kopfverletzungen verhindert. Ich fordere etwas anderes.

Ich fordere nicht

Helmpflicht

Sie würde Menschen vom Radfahren abhalten. Die gesundheitlichen Vorteile des Radfahrens überwiegen die Risiken bei weitem – das soll so bleiben.

Ich fordere nicht

Bußgelder

Strafen schaffen Ablehnung, keine Einsicht. Wer ohne Helm fährt, trifft eine persönliche Entscheidung – das bleibt sein gutes Recht.

Ich fordere

Transparenz & Eigenverantwortung

Erstens: amtliche Erhebung der Kosten von Kopfverletzungen bei Fahrradunfällen. Zweitens: Prüfung einer fairen Kostenbeteiligung, wenn das Nichttragen eines Helms das Verletzungsausmaß nachweislich wesentlich erhöht hat – analog zu bestehendem Mitverschuldensrecht.

Der Gedanke in fünf Schritten

  1. 1 Keine Helmpflicht – die individuelle Entscheidung bleibt frei.
  2. 2 Helme reduzieren nachweislich das Risiko und den Schweregrad bestimmter Kopfverletzungen.
  3. 3 Wer sich bewusst gegen einen Helm entscheidet, geht ein kalkulierbares Risiko ein.
  4. 4 Wenn dieses Risiko im Einzelfall nachweisbar zum Verletzungsausmaß beigetragen hat, ist eine Eigenbeteiligung diskutabel.
  5. 5 Nicht pauschal, nicht automatisch, nicht strafend – sondern fair und im Einzelfall nachvollziehbar.
Daten & Fakten

Was die Statistik wirklich zeigt

Jede Zahl hier ist mit einer Quelle belegt. Die vollständige Recherche inklusive Originalquellen führe ich laufend aktuell in meiner öffentlichen Wissensdatenbank.

97.100

Fahrradunfälle mit Personenschaden in Deutschland im Jahr 2024 – ein leichter Anstieg gegenüber 2023 (96.900) und deutlich über 2022 (92.700).

Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Verkehrsunfallstatistik 2024
42,6Prozent

So viele Radfahrende trugen 2024 überhaupt einen Helm – bei 22- bis 30-Jährigen waren es nur 30,5 Prozent. Nach Fahrradtyp lag die Quote bei Pedelecs deutlich höher als bei klassischen Fahrrädern.

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt), Helmtragequoten 2022–2024
195vs. 36 (2014)

Tödlich verunglückte Pedelec-Nutzende im Jahr 2024 – mehr als fünfmal so viele wie 2014. Die tödliche Unfallschwere bei Pedelecs liegt mehr als doppelt so hoch wie bei klassischen Fahrrädern.

Quelle: Destatis, Statistik der Straßenverkehrsunfälle
−48 bis −60 %

Reduktion von Kopfverletzungen (−48 %) bzw. schweren Kopfverletzungen (−60 %) durch Helmtragen, ebenso −53 % bei traumatischen Hirnverletzungen. Bestätigt durch neuere Studien aus 2020–2024.

Quelle: Høye, A. (2018), Meta-Analyse – Referenzwert in aktueller Forschung
700 Mio.–2,4 Mrd. €

Geschätzter monetärer Nutzen zusätzlicher Helmwirkung in Deutschland, je nach Annahmen – Kosten, die heute größtenteils von den Beitragszahlern der Krankenversicherung getragen werden.

Quelle: Studie der Landesverkehrsministerien zu Sicherheitspotenzialen von Fahrradhelmen
0

So viele offizielle, jährlich erhobene Statistiken zu Kopfverletzungs-Kosten bei Fahrradunfällen gibt es in Deutschland bislang – obwohl für Rauchen und Adipositas vergleichbare Kostenrechnungen längst Standard sind.

Quelle: Destatis Krankheitskostenrechnung – Lückenanalyse, Stand 2024/25

Hinweis zur Einordnung: Die genannten Studien zeigen Risikoreduktionen auf Bevölkerungsebene – nicht, dass jede einzelne Kopfverletzung ohne Helm vermeidbar gewesen wäre. Eine Kostenbeteiligung dürfte nur im Einzelfall greifen, wenn nachvollziehbar ist, dass das Fehlen eines Helms das Verletzungsausmaß wesentlich erhöht hat.

Alle Quellen, Studien, Urteile und Statistiken im Detail – mit Originalverweisen – findest du in meiner öffentlichen Wissensdatenbank „Helm-Verantwortung“.

Zur Wissensdatenbank →
Häufige Fragen

Bevor du fragst

Willst du Radfahren einschränken?+
Im Gegenteil. Radfahren ist gesund, klimafreundlich und soll attraktiv bleiben. Genau deshalb lehne ich eine Helmpflicht ab – Studien zeigen, dass sie Menschen vom Radfahren abhält. Ich will Anreize statt Verbote.
Ist das nicht einfach eine Helmpflicht durch die Hintertür – oder soll das bestrafen?+
Nein, beides nicht. Bei einer Pflicht drohen Bußgelder unabhängig davon, ob etwas passiert – ich fordere das Gegenteil: Wer ohne Helm fährt und keinen Unfall hat, trifft niemand. Diese Freiheit soll bestehen bleiben. Erst wenn Kosten entstehen, die ein Helm nachweislich verringert hätte, soll Eigenverantwortung greifen – freiwillig gewähltes Risiko, fair verrechnet, nicht pauschal bestraft. Die eigentliche Frage lautet: Wie viel Eigenverantwortung gehört zu dieser Freiheit, in einem gemeinschaftlich finanzierten Gesundheitssystem?
Gibt es das Prinzip „Mitverschulden“ nicht schon?+
Im Zivilrecht ja, in engen Grenzen. Der BGH lehnte 2014 ein generelles Mitverschulden im Alltagsverkehr ab. Das Kammergericht Berlin ließ 2024 aber erkennen, dass sich das bei veränderten Helmquoten ändern könnte. International ist das Prinzip etablierter, etwa in Großbritannien und Kanada. Ich möchte, dass Deutschland diese Frage für die gesetzliche Krankenversicherung sauber prüft.
Warum keine konkrete Forderung nach einer Quote – z. B. 20 % Eigenanteil?+
Weil es dafür heute keine belastbare Datengrundlage gibt. Genau das ist mein erster Schritt: eine offizielle, jährliche Erhebung der tatsächlichen Kosten. Erst danach lässt sich seriös prüfen, ob und in welcher Form eine faire Kostenbeteiligung sinnvoll wäre.
Geht es dir wirklich um eine Kostenbeteiligung – oder nur um Aufmerksamkeit?+
Ehrlich gesagt: beides, aber nicht gleich gewichtet. Die Forderung nach Kostenbeteiligung ist bewusst zugespitzt – sie funktioniert als Anstoß für eine Debatte, die wir in Deutschland kaum führen: Wie viel Eigenverantwortung tragen wir eigentlich selbst, wenn wir vermeidbare Risiken eingehen? Ob am Ende tatsächlich eine Kostenregelung sinnvoll, gerecht oder überhaupt umsetzbar ist, kann ich nicht allein beantworten – das müssen Fachleute aus Versicherung, Recht und Gesundheitswesen klären, nicht ich als Privatperson mit einer Webseite. Der größte Erfolg wäre ohnehin nicht die Kostenbeteiligung selbst, sondern wenn am Ende so viele Menschen freiwillig einen Helm tragen, dass sich die Frage gar nicht mehr stellt.
Und was ist mit anderen kalkulierten Risiken – Rauchen, Extremsport, E-Scooter?+
Berechtigte Frage – aber ich bleibe bewusst bei einem Thema. Zum Fahrradhelm habe ich einen persönlichen Bezug, eigene Erfahrung und mich fachlich damit beschäftigt. Zu Rauchen, Extremsport oder E-Scootern habe ich weder diese Nähe noch belastbares Wissen. Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht: Klar abgegrenzte Themen sind besser kommunizierbar, anschlussfähiger und weniger anfällig dafür, in einer endlosen „Ja, aber was ist mit …“-Debatte zu versanden. Ob die zugrundeliegende Frage nach Eigenverantwortung auch auf andere Bereiche übertragbar ist, mögen andere prüfen – ich konzentriere mich auf das, wovon ich etwas verstehe.

Wer Freiheit ernst nimmt, muss auch über Verantwortung für die Folgen sprechen.

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Einreichung Frühjahr 2027 · Veröffentlichung Sommer 2027 (Einschreibung 6 Wochen)
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Über mich

Wer hinter Helm-Verantwortung steht

Marcel Neyka mit Fahrradhelm auf einer Landstraße
Marcel Neyka · Initiator, ehrenamtlich

Ich bin selbst passionierter Radfahrer – im Alltag beim Pendeln, sportlich auf Gravelbike und Mountainbike, oft allein, gerne auch mal mit meinem Sohn. Einige Jahre habe ich als Produktmanager im Bereich Sturzerkennung mit automatischem Notruf für E-Bikes gearbeitet und mich intensiv mit Unfallstatistiken auseinandergesetzt.

Diese Initiative ist eine private, ehrenamtliche Einzelinitiative – unabhängig von meinem Arbeitgeber, ohne kommerzielle Interessen. Sie entstand aus einer persönlichen Erfahrung und der Überzeugung, dass Eigenverantwortung und Solidarität sich nicht ausschließen, sondern ergänzen müssen.

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